Mastercard, ein wichtiger Akteur im globalen Zahlungssektor, bietet eine umfangreiche Palette an Finanzdienstleistungen für Unternehmen und Einzelperson in allen Branchen. Das Kartennetzwerk verarbeitet eine Vielzahl von Transaktionsarten, unterstützt durch leistungsfähige Datenanalyse und strenge Sicherheitsprotokolle.
Mastercard erzielte im Jahr 2025 einen Umsatz von 32,8 Milliarden USD, was auf eine starke Geschäftsleistung trotz eines unsicheren wirtschaftlichen Umfelds hindeutet. Seine Reichweite und seine Fähigkeiten weisen jedoch Grenzen auf, insbesondere in Märkten, in denen lokale Zahlungssysteme dominieren.
Im Folgenden erfahren Sie, wie Mastercard funktioniert, wo dieses Kartennetzwerk operiert, wen es bedient und welche Produkte und Dienstleistungen es bietet. Unabhängig davon, ob Sie sich über die lokale Zahlungsabwicklung, globale Transaktionen oder einen anderen Aspekt des Zahlungsverkehrs informieren möchten: Hier erfahren Sie, was Sie wissen müssen.
Worum geht es in diesem Artikel?
- Was ist Mastercard?
- Wo wird Mastercard genutzt?
- Was ist der Zahlungsgateway-Dienst von Mastercard?
- Welche Branchen verwenden Mastercard?
- Welche Kundensegmente nutzen Mastercard?
- Übersicht über die Mastercard-Dienste für Unternehmen
- Übersicht über Mastercard als Kartennetzwerk
- Geschäftliche Vorteile der Akzeptanz von Mastercard
- Kosten und Gebühren für Mastercard
- Sicherheitsmaßnahmen von Mastercard
- Anforderungen für Unternehmen, die Mastercard-Zahlungen akzeptieren
- Alternativen zu Mastercard
- So kann Stripe Payments Sie unterstützen
Was ist Mastercard?
Mastercard ist ein Unternehmen, das ein Zahlungsnetzwerk betreibt. (Das Zahlungsnetzwerk ist als Mastercard-Zahlungsnetzwerk bekannt.) Dieses Netzwerk erleichtert den Geldtransfer zwischen einem Kunden/einer Kundin und den Unternehmen und Organisationen, die sie bezahlen.
Debit-, Kredit- und Prepaid-Karten mit dem Mastercard-Branding werden von einer Bank ausgegeben, nicht von Mastercard selbst. Die Karten nutzen das Netzwerk von Mastercard, um elektronische Geldüberweisungen (EFTs) von Kundinnen und Kunden zu erleichtern, anstelle der Netzwerke anderer Kartenunternehmen. Als Vermittler zwischen Finanzinstituten und Unternehmen unterstützt Mastercard die Zahlungsabwicklung durch die Autorisierung, das Clearing und die Abwicklung von Transaktionen.
Das Netzwerk von Mastercard ist ein wichtiger Bestandteil der globalen Handelsinfrastruktur. Über das Netzwerk kann eine Vielzahl von Zahlungsarten – von Business-to-Business(B2B)- bis hin zu Person-to-Person(P2P)-Zahlungen – abgewickelt werden, und zwar grenz- und währungsübergreifend. Mastercard stellt darüber hinaus moderne Analysen, Lösungen für Zahlungsgateways und Systeme zur Betrugsbekämpfung bereit, die den unterschiedlichsten Kundenbedürfnissen gerecht werden – von Einzelkundinnen und -kunden über globale Konten bis hin zu großen Unternehmen und Plattformen, die ein hohes Transaktionsvolumen abwickeln.
Die auf Programmierschnittstellen (Application Programming Interfaces, APIs) basierenden Dienste von Mastercard lassen sich in eine Vielzahl von Plattformen integrieren und bieten Unternehmen, die maßgeschneiderte Zahlungslösungen benötigen, eine hohe Flexibilität. Das Netzwerk erweitert seine Funktionalität außerdem durch strategische Partnerschaften, die Mehrwertdienste wie Prämienprogramme, eine Lieferkettenfinanzierung und die Verifizierung digitaler Identitäten ermöglichen.
Was ist Mastercard Send?
Das P2P-Angebot von Mastercard, Mastercard Send, ist eine Plattform für Zahlungen mit der Push-Methode, die schnelle Überweisungen zwischen Gleichgestellten ermöglicht, indem Gelder direkt auf die Debitkarte, das Bankkonto oder die Digital Wallet eines Empfängers/einer Empfängerin verschoben werden, oft innerhalb von Sekunden.
Neben Einzelpersonen wird Mastercard Send auch von Unternehmen und Regierungen verwendet, um Gelder – wie Versicherungsauszahlungen, Einnahmen aus der Gig Economy oder Katastrophenhilfezahlungen – direkt auf die Karten der Empfänger/innen auszuzahlen. Der Dienst funktioniert im gesamten globalen Netzwerk von Mastercard. Er unterstützt inländische und grenzüberschreitende Überweisungen in mehreren Ländern und arbeitet mit Finanztechnologieunternehmen (FinTechs), Banken und Zahlungs-Apps zusammen, um deren Geldtransferfunktionen im Hintergrund zu unterstützen.
Wo wird Mastercard genutzt?
Mastercard ist weltweit vertreten und unterstützt Transaktionen in mehr als 210 Ländern und Regionen. Die Reichweite des Netzwerks erstreckt sich zudem auf eine Vielzahl von Finanzumgebungen, darunter Einzelhandel, E-Commerce, staatliche Organisationen und Finanzinstitute. Unternehmen aller Branchen – vom Hotel- und Gastgewerbe bis zum Gesundheitswesen – akzeptieren markeneigene Zahlungsmöglichkeiten von Mastercard. Während es zunächst durch POS-Terminals (Point of Sale) Bekanntheit erlangte, hat sich sein Anwendungsbereich mit dem Aufkommen des digitalen Zahlungsverkehrs erheblich ausgeweitet.
Das globale Zahlungsnetzwerk von Mastercard wird sowohl für private als auch für kommerzielle Transaktionen umfassend genutzt. Mit mehr als 1,1 Milliarden aktiv im Umlauf befindlichen Kreditkarten gehört es zu den meistgenutzten Zahlungssystemen weltweit. Hier eine Übersicht über seine Präsenz auf der ganzen Welt:
Nordamerika und Europa: Mastercard wird in den Vereinigten Staaten, in Kanada, dem Vereinigten Königreich und verschiedenen Ländern in Europa stark genutzt. Das Netzwerk wickelt eine Vielzahl von Transaktionstypen ab, angefangen beim Einkauf von Lebensmitteln bis hin zur Abwicklung von B2B-Verträgen im Wert von mehreren Millionen US-Dollar.
Asien-Pazifik: Mastercard ist in Australien, Japan und Singapur eine beliebte Zahlungsmethode. In China und Indien, die beide über leistungsfähige inländische Zahlungsnetzwerke verfügen, wird Mastercard häufig für internationale Transaktionen eingesetzt.
Lateinamerika: In Ländern wie Brasilien, Argentinien und Mexiko ist Mastercard eine gängige Zahlungsmethode. Das Unternehmen arbeitet mit lokalen Banken zusammen, um spezielle Produkte anzubieten, die auf die finanziellen Anforderungen in diesen Ländern zugeschnitten sind.
Naher Osten und Afrika: Mastercard gewinnt in Ländern wie den Vereinigten Arabischen Emiraten und Südafrika zunehmend an Beliebtheit. Das Netzwerk expandiert außerdem in weniger entwickelte Finanzmärkte in afrikanischen Ländern südlich der Sahara.
Was ist der Zahlungsgateway-Dienst von Mastercard?
Mastercard Payment Gateway Services (MPGS) ist ein cloudbasiertes Zahlungsgateway, das es Händlerinnen und Händlern ermöglicht, Online- und Vor-Ort-Zahlungen sicher über mehrere Kanäle hinweg zu akzeptieren. Es fungiert als Brücke zwischen der Website oder App eines Händlers/einer Händlerin und den Zahlungsnetzwerken oder Banken und übernimmt das Transaktionsrouting, die Autorisierung, die Betrugsprüfung und die Tokenisierung. MPGS unterstützt eine breite Palette von Zahlungsmethoden – Karten, Digital Wallets und lokale Zahlungsoptionen – in mehr als 200 Ländern. Entwickler/innen können es mithilfe einer REST-basierten API integrieren. Mastercard stellt die offizielle API-Dokumentation über das Entwicklerportal unter developer.mastercard.com zur Verfügung, die Authentifizierung, Sitzungsverwaltung, gehostete Zahlungsseiten und die direkte Kartenerfassung abdeckt.
Die Kosten werden in der Regel direkt mit Mastercard oder über einen lizenzierten Acquirer (Händlerbank) oder Wiederverkäufer ausgehandelt und variieren je nach Transaktionsvolumen, Region und Händlertyp. Die Verwendung eines direkten Netzwerkgateways wie MPGS bietet mehrere Vorteile, z. B. eine große globale Reichweite, Sicherheit auf Unternehmensniveau und das Vertrauen, das mit einer großen Netzwerkmarke einhergeht. Nachteile sind die Preise, die nicht unbedingt transparent sind, und die Einrichtung ist im Vergleich zu All-in-One-Lösungen schwieriger. Kleinere Händler/innen finden bei einfacheren Gateways, die Akquise, Abwicklung und Support in einem Paket bündeln, möglicherweise ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis.
Welche Branchen verwenden Mastercard?
Auch wenn die genauen Marktanteile schwanken, ist Mastercard in den meisten globalen Märkten in großem Umfang tätig. Mastercard ist vor allem in Europa und Nordamerika im Zahlungs- und Beleggeschäft stark vertreten. Nachstehend finden Sie einige der wichtigsten Sektoren, in denen Mastercard besonders präsent ist:
Einzelhandel und E-Commerce: Mastercard wird von einer Vielzahl von Einzelhandelsgeschäften akzeptiert, von lokalen Läden bis hin zu globalen Handelsketten. Online-Plattformen schätzen es zudem wegen seiner Schnelligkeit und seiner Sicherheitsfunktionen.
Gastgewerbe und Reisen: Internationale Reisende sowie Hotels und Fluggesellschaften verlassen sich in hohem Maße auf Mastercard. Seine globale Präsenz macht es zu einer bevorzugten Wahl für Buchungen und Zahlungsabwicklung.
Versorgungsunternehmen und Dienstleister: Telekommunikationsanbieter, Wasser- und Stromversorgungsunternehmen sowie weitere Dienstleister akzeptieren Mastercard für einmalige und wiederkehrende Zahlungen.
Öffentlicher Sektor und Institutionen: Behörden und Bildungseinrichtungen verwenden Mastercard für Einkäufe mit hohem Volumen. Diese Transaktionen beinhalten häufig Level-3-Daten mit einer Vielzahl von Transaktionsdetails, darunter z. B. die jeweils erworbenen Artikel, Steuerbeträge und weitere Angaben. Eine solche Detailgenauigkeit kann häufig die Transaktionskosten senken.
B2B-Transaktionen: Auch im B2B-Bereich ist Mastercard führend und unterstützt verschiedene Zahlungsoptionen wie etwa virtuelle Karten, die speziell für Sammelzahlungen und die Abrechnung mit Anbietern konzipiert sind.
Aufkommende Zahlungstechnologien: Digital Wallets und Apps für mobile Zahlungen verwenden Mastercard häufig als primäres Netzwerk für tokenisierte Transaktionen und bieten Funktionen wie die digitale Identitätsüberprüfung an, um den Prozess sicherer zu machen.
Grenzüberschreitende Transaktionen: Mastercard eignet sich insbesondere für die Abwicklung internationaler Transaktionen, da zahlreiche Währungen unterstützt werden und die Wechselkurse günstig sind.
Abonnementmodelle: SaaS-Plattformen (Software as a Service) und andere Unternehmen, die auf Einnahmen aus Abonnements angewiesen sind, nutzen Mastercard häufig für die wiederkehrende Abrechnung.
Finanzdienstleister und FinTech-Unternehmen: Vermögensverwalter, Hedgefonds und andere Finanzorganisationen nutzen Mastercard für Geldtransfers, Investitionsaktivitäten und Liquiditätsmanagement. API-basierte Integrationen bieten zusätzliche Flexibilität für maßgeschneiderte Finanzlösungen.
Gesundheitswesen: Viele Patientinnen und Patienten sowie Gesundheitsdienstleister/innen entscheiden sich für spezialisierte, auf das Gesundheitswesen ausgerichtete Zahlungsoptionen, die die Verwaltung der Behandlungskosten verbessern.
Bildungswesen: Eltern, Studierende und Bildungseinrichtungen bevorzugen oft Prepaidkarten oder spezielle Kreditkartenoptionen für die Zahlung von Studiengebühren und anderen bildungsbezogenen Gebühren.
Welche Kundensegmente nutzen Mastercard?
Neben seiner Popularität in diesen Märkten nimmt Mastercard zudem in bestimmten Kundensegmenten und Geschäftsbereichen einen festen Platz ein, darunter in den folgenden:
Inhaber/innen von Karten für den persönlichen Gebrauch
Junge Erwachsene: Junge Erwachsene nutzen häufig guthabenbasierte Kredit- oder Debitkarten. Sie legen großen Wert auf Barrierefreiheit und Nutzerfreundlichkeit und nutzen ihre Karten häufig für Online-Einkäufe, Fahrdienstvermittlungen und Apps für Lebensmittellieferungen.
Familien mit mittlerem Einkommen: Familien mit mittlerem Einkommen entscheiden sich oft für Karten mit Prämien- oder Cashback-Angeboten, da sie finanziell besser aufgestellt sind. Kundinnen und Kunden in diesem Segment verwenden ihre Karten eher für größere Ausgaben, etwa für Urlaubsreisen oder Hausrenovierungen.
Vermögende Privatpersonen: Wohlhabendere Kundinnen und Kunden entscheiden sich in der Regel für Premium- oder Luxuskarten. Diese Karten sind mit höheren Gebühren verbunden, bieten dafür aber vielfältige Vorteile, wie z. B. exklusive Reisevergünstigungen und Concierge-Dienste.
Reisende: Vielflieger und internationale Touristinnen und Touristen bevorzugen häufig Karten, bei denen keine Gebühren für Auslandstransaktionen anfallen, die weltweit akzeptiert werden und die Reiseprämien bieten.
Online-Gamer/innen und Kunden/Kundinnen digitaler Inhalte: Diese Kundinnen und Kunden sind in der Regel an Prepaid- oder Digital-Wallet-Lösungen interessiert, die In-App-Käufe oder Abonnementzahlungen vereinfachen.
Unternehmen und Organisationen
Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU): KMU verwenden in der Regel spezielle Firmenkreditkarten, um ihre Betriebsausgaben zu verwalten, und suchen oft nach Karten, die Prämienpunkte oder Cashback-Anreize bieten.
Große Unternehmen: Große Unternehmen benötigen hochentwickelte Zahlungslösungen, die Massentransaktionen und umfassende Berichtsfunktionen unterstützen. Betrugsprävention und Datenanalyse sind wichtige Aspekte für diese Unternehmen. Mastercard hat in diesen Bereichen eine Menge zu bieten.
Gemeinnützige Organisationen und Stiftungen: Gemeinnützige Organisationen, die oftmals strikte Budgetvorgaben einhalten müssen, können mit Prepaidkarten oder Karten mit niedrigen Gebühren ihre Betriebsausgaben steuern.
Übersicht über die Mastercard-Dienste für Unternehmen
Mastercard bietet eine umfangreiche Produktpalette für die unterschiedlichsten Geschäftsanforderungen, ob es sich um kleine Unternehmen, große Konzerne oder digitale Plattformen handelt. Mastercard spielt eine wichtige Rolle bei grenzüberschreitenden Transaktionen und unterstützt Unternehmen, die in verschiedenen Märkten tätig sind. Multi-Währungsfunktionen ermöglichen Transaktionen über verschiedene Währungszonen hinweg und vereinfachen den internationalen Handel sowie den E-Commerce.
Im Folgenden finden Sie einige der Angebote von Mastercard für Unternehmen:
- Mastercard-Geschäftskarten: Diese enthalten ein Standard-Kreditkartenangebot mit Funktionen zur Ausgabenverwaltung
- Mastercard-Firmenkarten: Karten, die für größere Organisationen entwickelt wurden und zentrale Abrechnungsmöglichkeiten bieten
- Mastercard Corporate Fleet Card: Eine spezielle Karte für Unternehmen mit Fahrzeugflotten, die detaillierte Berichte über Kraftstoff- und Wartungskosten liefert
- Mastercard Send: Ein Service, der schnelle und sichere Auszahlungen an verschiedenen Endpoints ermöglicht
- Mastercard B2B Hub: Eine automatisierte Lösung für die Kreditorenbuchhaltung, die Zahlungen vereinfacht und in bestehende Software integriert werden kann
- Mastercard Track: Ein sicheres, digitales Hauptbuch, das den Austausch von Transaktionsdaten und Zahlungen zwischen Käufern/Käuferinnen und Anbietern ermöglicht
Mastercard unterstützt darüber hinaus eine Vielzahl von speziellen Transaktionsarten außerhalb des traditionellen Einzelhandels. Dazu gehören B2B-Zahlungen, Digital Wallets und mobile Zahlungssysteme. Global tätige Unternehmen nutzen das Angebot von Mastercard häufig für Auszahlungslösungen und Treasury-Operationen, was das Unternehmen zu einem vielseitigen Anbieter für die Abwicklung komplexer Finanztransaktionen macht.
Übersicht über Mastercard als Kartennetzwerk
Zusätzlich zu den Dienstleistungen und Produkten, die Mastercard für Unternehmen anbietet, betreibt es ein riesiges Netzwerk zur Erleichterung des Zahlungsverkehrs, das Finanzinstitute, Unternehmen sowie Kundinnen und Kunden zusammenbringt. Dieses Netzwerk fungiert als Vermittlungsstelle, über die Transaktionen autorisiert, abgewickelt und abgerechnet werden. So funktioniert dies:
Autorisierung: Wenn Sie eine Mastercard durchziehen, einstecken oder ihre Daten online eingeben, werden die Transaktionsdaten an die Bank des Unternehmens gesendet und dann zur Genehmigung an die ausstellende Bank der Karteninhaberin bzw. des Karteninhabers weitergeleitet. Dieser Datenaustausch erfolgt über das Netzwerk von Mastercard.
Clearing: Nach der Autorisierung überweist die ausstellende Bank den Betrag über das Mastercard-Netzwerk an die Händlerbank und die Transaktionsdaten werden aufgezeichnet und abgeglichen.
Zahlungsabwicklung: Das Geld wird von der Händlerbank auf das Bankkonto des Unternehmens eingezahlt. Dieser Vorgang dauert in der Regel nur wenige Werktage.
Mastercard verdient sein Geld in erster Linie mit den Gebühren, die den Finanzinstituten für die Nutzung seiner markeneigenen Karten und seines Netzwerks berechnet werden. Darüber hinaus fallen Gebühren für sonstige Dienstleistungen an, z. B. für Datenverarbeitung und grenzüberschreitende Transaktionen. Diese Gebühren können je nach Zuständigkeitsbereich und den in Anspruch genommenen Dienstleistungen variieren.
Die Rolle von Mastercard bei der Transaktionsabwicklung zeigt den großen Einfluss von Mastercard im globalen Finanzsystem. Und angesichts der ständigen Weiterentwicklung im Bereich der Zahlungstechnologie passt sich auch Mastercard fortlaufend an.
Geschäftliche Vorteile der Akzeptanz von Mastercard
Die Akzeptanz von Mastercard bietet Unternehmen mit Kundenkontakt zahlreiche Vorteile, die sich unmittelbar auf das Kundenerlebnis und die Effizienz der Finanzgeschäfte auswirken können. Als eines der bekanntesten Zahlungsnetzwerke ermöglicht Mastercard Unternehmen den Zugang zu einem breiten Kundenstamm, der dieser Zahlungsform vertraut. Und auch B2B-Unternehmen in fast allen Branchen werden mit hoher Wahrscheinlichkeit von der Akzeptanz dieses führenden internationalen Kartennetzwerks profitieren.
Im Folgenden finden Sie einige Beispiele dafür, wie Unternehmen von der Akzeptanz von Mastercard profitieren:
Globale Reichweite: Mastercard wird in mehr als 210 Ländern und Regionen akzeptiert. Dadurch erhalten Unternehmen, die Mastercard akzeptieren, sofortige internationale Relevanz und Marktzugang.
Schnelligkeit und Komfort: Transaktionen werden schnell abgewickelt und erfordern in der Regel nur ein Auflegen oder Durchziehen der Karte. Das macht dieses Kartennetzwerk zu einer guten Wahl für Unternehmen, die ihren Kundinnen und Kunden ein unkompliziertes Zahlungserlebnis und effizientere Bezahlvorgänge bieten möchten.
Erweiterte Sicherheitsfunktionen: Mastercard verwendet ausgeklügelte Sicherheitsmaßnahmen wie z. B. Tokenisierung und biometrische Authentifizierung, um Transaktionen zu schützen und das Betrugsrisiko zu verringern.
Datenanalysen: Mastercard bietet Unternehmen Zugang zu wertvollen Erkenntnissen durch Datenanalysen, die es ihnen ermöglichen, fundierte Entscheidungen über Bestandsverwaltung, Preisstrategien und vieles mehr zu treffen.
Flexible Zahlungsoptionen: Mit Mastercard können Unternehmen verschiedene Zahlungslösungen anbieten – darunter kontaktlose Zahlungen, mobile Transaktionen und E-Commerce-Funktionen –, um den unterschiedlichsten Kundenwünschen gerecht zu werden.
Diese Vorteile erleichtern es Unternehmen, sich an Marktveränderungen anzupassen, die Kundenerwartungen zu erfüllen und das Vertrauen von Kundinnen und Kunden, Partnern sowie Anbieterinnen und Anbietern aufrecht zu erhalten.
Kosten und Gebühren für Mastercard
Die Nutzung von Mastercard als Zahlungsmethode ist mit Gebühren verbunden, die je nach Standort und Branche des Unternehmens, dem verwendeten Mastercard-Produkt und anderen Faktoren variieren. Im Allgemeinen liegen die Kartenabwicklungsgebühren oft bei 1 % bis 3 % einer Transaktion und beinhalten auch eine pauschale Gebühr. Mit welchen Gebühren Sie bei Mastercard rechnen müssen, hängt von Ihrer spezifischen Situation ab. Hier finden Sie eine Übersicht über die Arten von Gebühren, die bei der Nutzung von Mastercard-Produkten anfallen können.
Für Unternehmen
Transaktionsgebühren: Diese Gebühren fallen pro Transaktion an und bestehen in der Regel aus einem Prozentsatz des Transaktionsbetrags zuzüglich einer festen Gebühr. Der genaue Betrag kann je nach Anbieter Ihres Händlerkontos variieren.
Monatliche und jährliche Gebühren: Bei einigen Mastercard-Produkten fallen monatliche oder jährliche Abonnementgebühren an. Dies gilt insbesondere für Premium-Dienste für Unternehmen, bei denen zusätzliche Funktionen wie erweiterte Datenanalysen bereitgestellt werden.
Grenzüberschreitende Gebühren: Bei Transaktionen, die Fremdwährungen einschließen, fallen in der Regel zusätzliche Kosten an, die für Unternehmen im Vergleich zu Privatkundinnen und -kunden höher ausfallen können.
Branchenspezifische Gebühren: Für Unternehmen in bestimmten Sektoren (z. B. in der Reisebranche oder für Luxusgüter) können besondere Gebührenstrukturen gelten.
Für Kundinnen und Kunden
Jährliche Gebühren: Je nach Karte können die jährlichen Gebühren zwischen null und mehreren hundert US-Dollar liegen.
Zinssätze: Die Zinssätze von Mastercard können variieren und sind abhängig von der Kundenbonität und den Richtlinien der ausstellenden Bank.
Gebühren für Auslandstransaktionen: Diese Gebühren sind zwar in der Regel niedriger als die Gebühren, die Unternehmen für Auslandstransaktionen zahlen müssen, aber für Vielreisende oder Online-Käufer/innen, die auf internationalen Websites einkaufen, können sie sich dennoch summieren.
Es gibt regionale Unterschiede. Beispielsweise können die Gebühren in Schwellenländern aufgrund der dortigen Risiken und Betriebskosten erheblich von denen in etablierten Märkten abweichen.
Sicherheitsmaßnahmen von Mastercard
Mastercard verfolgt einen vielfältigen Ansatz, um die Sicherheit von Transaktionen in seinem globalen Netzwerk zu gewährleisten. Wie andere globale Zahlungsnetzwerke auch passt Mastercard seine Sicherheitsmechanismen fortlaufend an und verbessert sie. Das Unternehmen setzt erhebliche Ressourcen ein, um angesichts der Komplexität der globalen Zahlungsabwicklung eine seriöse und belastbare Sicherheitsstrategie aufrechtzuerhalten.
Durch Investitionen in den Schutz der eigenen Markenreputation gibt Mastercard die Vorteile strenger Sicherheitsstandards an die Unternehmen und Kundinnen und Kunden weiter, die Mastercard-Produkte nutzen. Im Folgenden finden Sie eine kurze Übersicht über den Sicherheitsansatz von Mastercard:
Erweiterte Verschlüsselung und Tokenisierung: Mastercard verwendet Verschlüsselungstechnologien, die über die standardmäßigen SSL-/TLS-Protokolle hinausgehen, indem sie spezifische Methoden auf gespeicherte und übertragene Daten anwenden. Die Tokenisierung geht weiter als die einfache Substitution von Kartendaten. Sie kombiniert vielmehr häufig Kartendaten mit Transaktionsverläufen und Verhaltensdaten, um ein vielschichtiges Token zu erstellen, wodurch unbefugter Zugriff erschwert wird. Das Token ist einzigartig und transaktionsspezifisch. Wenn es abgefangen wird, können betrügerische Akteure/Akteurinnen es nicht ohne Entschlüsselungsschlüssel verwenden, die von Mastercard sicher gespeichert werden.
Authentifizierung und biometrischer Support: Für Transaktionen, insbesondere solche mit höherem Wert, wird eine Multi-Faktor-Authentifizierung eingesetzt, bei der nicht nur SMS-basierte Codes, sondern auch anwendungsbasierte und hardwarebasierte Authentifikatoren wie Sicherheitstoken eingesetzt werden. Über die Gesichts- und Fingerabdruckerkennung hinaus untersucht Mastercard auch die Spracherkennung und Verhaltensmuster zur Authentifizierung von Kundinnen und Kunden.
Künstliche Intelligenz und Betrugserkennung in Echtzeit: Algorithmen für maschinelles Lernen prüfen Transaktionen in Echtzeit, um Risiken zu bewerten und verdächtige Aktivitäten zu markieren. Diese Algorithmen werden mit großen, vielfältigen Datensätzen trainiert und verbessern ihre Erkennungsfähigkeiten im Laufe der Zeit kontinuierlich.
EMV-Chips und Mastercard-Identitätsprüfung: Bei physischen Karten generieren EMV-Chips pro Transaktion einen eindeutigen Code, was das Skimming und die Replikation erschwert. Bei Online-Einkäufen bietet die Mastercard-Identitätsprüfung (auch als SecureCode bezeichnet) eine zusätzliche Sicherheitsebene, die einer PIN ähnelt.
Geografisch, branchenspezifisch und individuell angepasste Sicherheit: Die Sicherheitsmaßnahmen variieren je nach Standort und Branche des Unternehmens. In Regionen mit höheren Betrugsquoten ist möglicherweise eine dynamische Authentifizierung erforderlich, und risikoreiche Sektoren sind mit zusätzlichen Identitätsprüfungen und verstärkte Überprüfungen von Transaktionen konfrontiert. Mastercard bietet auch maßgeschneiderte Lösungen wie Firmenkarten mit detaillierten Ausgabenkontrollen und Echtzeitwarnungen an.
Aufsichtsrechtliche Compliance und Haftungsfreistellung: Mastercard erfüllt internationale Standards wie PSD2 und PCI DSS und passt sich an lokale Vorschriften in Ländern wie Singapur und Australien an. Karteninhaber/innen sind durch die Null-Haftungsrichtlinie von Mastercard zusätzlich geschützt, was bedeutet, dass sie nicht für nicht autorisierte Transaktionen haftbar gemacht werden, sofern angemessene Sorgfalt gewahrt wurde.
Anforderungen für Unternehmen, die Mastercard-Zahlungen akzeptieren
Wenn Ihr Unternehmen bereits so eingerichtet ist, dass es Kredit- und Debitkartenzahlungen akzeptieren kann, kann es wahrscheinlich auch Mastercard-Zahlungen akzeptieren. Die meisten Zahlungsabwicklungsanbieter verfügen über Software und Hardware, die entsprechend ausgestattet ist.
Der genaue Ablauf der Systemeinrichtung für die Akzeptanz von Mastercard-Zahlungen hängt davon ab, wie Sie Transaktionen abwickeln möchten (vor Ort, online usw.), wo Sie ansässig sind und wer Ihr Zahlungsabwicklungsanbieter ist. In den meisten Fällen sieht dieser Prozess jedoch wie folgt aus:
Eröffnen Sie ein Händlerkonto (oder nutzen Sie einen Anbieter wie Stripe): Ein Händlerkonto ist ein spezielles Bankkonto, das Unternehmen benötigen, um Kredit- und Debitkartenzahlungen zu akzeptieren. Wenn Sie hingegen Zahlungen mit Stripe akzeptieren, müssen Sie kein Händlerkonto eröffnen, da Stripe diese Funktionalität bereitstellt.
Wählen Sie einen mit Mastercard kompatiblen Zahlungsabwickler: Wählen Sie einen Zahlungsabwickler, der mit Mastercard kompatibel ist. Der jeweilige Zahlungsabwickler kümmert sich um die technischen Aspekte der Transaktion. Auch hier gilt, dass die meisten Zahlungsabwickler mit Mastercard und anderen führenden Kartennetzwerken kompatibel sind.
Richten Sie Kartenterminals und Transaktionssoftware ein: Unternehmen benötigen Hardware für das Durchziehen oder Anlegen/Auflegen von Karten, sowie Software für Online-Transaktionen. Zahlungsabwickler bieten häufig entsprechende Hard- und Software an, Unternehmen können jedoch auch eigene Lösungen erwerben, sofern diese den Spezifikationen von Mastercard entsprechen.
Erfüllen Sie die PCI-DSS-Compliance-Anforderungen: Mastercard verpflichtet Unternehmen zur Einhaltung des Payment Card Industry Data Security Standard (PCI DSS), der bestimmte Anforderungen an Unternehmen stellt, die Kartenzahlungen akzeptieren. Je nach Transaktionsvolumen können regelmäßige Prüfungen erforderlich sein.
Schließen Sie Verträge und Vereinbarungen mit Ihrem Abwickler ab: Mit dem Zahlungsabwickler oder der Händlerbank sollten Verträge und Vereinbarungen abgeschlossen werden, in denen die Konditionen, Gebührenstrukturen und sonstige Verpflichtungen festgelegt sind.
Aktivieren Sie Ihr Händlerkonto und überprüfen Sie die Daten: Nach Erfüllung aller technischen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen kann das Unternehmen sein Händlerkonto einrichten und damit beginnen, Zahlungen zu akzeptieren. Hierzu gehören die Überprüfung der Bankdaten und das Testen des Zahlungssystems, um eine ordnungsgemäße Funktionsweise sicherzustellen.
Zeigen Sie Mastercard-Branding an, um das Kundenbewusstsein zu verbessern: Das Anbringen von Mastercard-Aufklebern und -Schildern an physischen Standorten und digitalen Touchpoints zeigt Kundinnen und Kunden, dass Zahlungen mit Mastercard akzeptiert werden. Dies ist optional, nicht verpflichtend.
Alternativen zu Mastercard
Mastercard ist nur eine der zahlreichen globalen Zahlungslösungen, die Unternehmen sowie Kundinnen und Kunden zur Verfügung stehen. Die Wahl des Zahlungsnetzwerks kann unter anderem vom Standort, den Transaktionsarten und den damit verbundenen Gebühren abhängen. Für in den USA tätige oder ansässige Unternehmen bieten verschiedene andere große Kartennetzwerke spezifische Vorteile:
Visa: Als Hauptkonkurrent von Mastercard verfügt Visa über eine vergleichbare globale Reichweite und bietet eine Reihe von Vorteilen. Das Unternehmen bietet zudem spezialisierte Dienstleistungen für Unternehmen an, darunter eine Datenanalyse.
American Express: Dieses Netzwerk ist zwar weniger weit akzeptiert als Mastercard oder Visa, aber es bietet dafür eine Reihe von Vorteilen, darunter z. B. attraktive Prämienprogramme und Käuferschutz.
Discover: Discover wird vor allem in den USA verwendet und zeichnet sich durch einen guten Kundenservice aus. Im Vergleich zu anderen Netzwerken sind die Gebühren oft niedriger.
Es gibt weltweit viele Zahlungsmethoden, z. B. lokale Banknetzwerke, Digital Wallets und sogar Optionen für Kryptowährungen, die Alternativen zu Mastercard darstellen.
Um sich über Alternativen zu Mastercard zu informieren, lesen Sie mehr über Kartennetzwerke in den USA und über andere Arten von Zahlungsnetzwerken.
So kann Stripe Payments Sie unterstützen
Stripe Payments bietet eine einheitliche, globale Zahlungslösung, mit der jedes Unternehmen – von Start-ups bis hin zu globalen Konzernen – Zahlungen online, vor Ort und weltweit akzeptieren kann.
Mit Stripe Payments können Sie Folgendes umsetzen:
- Bezahlvorgang optimieren: Schaffen Sie ein reibungsloses Kundenerlebnis und sparen Sie Tausende von Entwicklungsstunden mit vorgefertigten Zahlungs-Nutzeroberflächen, Zugang zu über 125 Zahlungsmethoden und Link, einer von Stripe entwickelten Wallet.
- Neue Märkte schneller erschließen: Erreichen Sie Kundinnen und Kunden weltweit und reduzieren Sie die Komplexität und Kosten der Verwaltung mehrerer Währungen mit grenzüberschreitenden Zahlungsoptionen, die in 195 Ländern und über 135 Währungen verfügbar sind.
- Online- und Vor-Ort-Zahlungen vereinheitlichen: Schaffen Sie Unified Commerce über Online- und Vor-Ort-Kanäle hinweg, um Interaktionen zu personalisieren, Treue zu belohnen und Ihren Umsatz zu steigern.
- Zahlungs-Performance verbessern: Steigern Sie Ihren Umsatz mit einer Reihe anpassbarer, einfach zu konfigurierender Zahlungstools, darunter No-Code-Betrugsvorbeugung und erweiterte Funktionen zur Verbesserung der Autorisierungsquoten.
- Schnelleres Wachstum dank einer flexiblen, zuverlässigen Plattform: Bauen Sie auf einer Plattform auf, die mit Ihnen mitwächst, mit einer historischen Erreichbarkeit von 99,999 % und branchenführender Zuverlässigkeit.
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Der Inhalt dieses Artikels dient nur zu allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und sollte nicht als Rechts- oder Steuerberatung interpretiert werden. Stripe übernimmt keine Gewähr oder Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Angemessenheit oder Aktualität der Informationen in diesem Artikel. Sie sollten den Rat eines in Ihrem steuerlichen Zuständigkeitsbereich zugelassenen kompetenten Rechtsbeistands oder von einer Steuerberatungsstelle einholen und sich hinsichtlich Ihrer speziellen Situation beraten lassen.